MurellenschluchtDie Murellenschlucht ist ein Relikt aus der Eiszeit.  Heute sind die Fließwiese und die Murellenschlucht Natur­schutz­gebiet. Vom S-Bhf Ruhleben gelangt man zur Fließwiese, die dann in die Murellenschlucht übergeht. Die Fließwiese ist Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000, das die biologische Vielfalt in Europa bewahren soll.

Von Ruhleben aus kann man durch die Fließwiese und die Murellenschlucht bis zum S-Bhf Pichelsdorf spazieren gehen. Am Ende der Murellenschlucht gelangt man in den Schanzenwald. Der Schanzenwald war früher, wie der Name vermuten lässt, militärisches Gelände. Zwischen August 1944 und April 1945 wurden hier 232 Wehr­machts­soldaten wegen Fahnenflucht oder „Wehrmachtzersetzung“ hingerichtet, der jüngste war erst 18 Jahre alt.
2001 wurde ein Schilderwald aus 104 Verkehrsspiegeln als Denkmal errichtet, um an diese Ereignisse zu erinnern. Die Spiegel sind eine Inszenierung der argentinischen Künstlerin Patricia Pisani. Der Schilderweg soll optisch auf die verdrängte deutsche Geschichte aufmerksam machen. Die Schilder sind teilweise mit Berichten von Augenzeugen beschriftet. Die Erschießungsstätte selbst ist eingezäunt und gehört heute der Berliner Polizei.

Die Gegend eignet sich für ausgedehnte Spaziergänge, auch mit Kindern. Auch für Hunde ist es ein schönes Auslaufgebiet.

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1 Antwort
  1. Ina
    Ina says:

    Super! Wir haben ca. 2 Stunden für den Spaziergang gebracht. Trotz schönem Wetter waren kaum Leute unterwegs. Es war wirklich sehr erholsam! Allerdings hätten wir es uns noch etwas ruhiger vorgestellt, denn auf dem Berg hört man doch noch sehr viele Stadtgeräusche, unter anderem das Stadion. Aber alles in allen trotzdem sehr empfehlenswert, vor allem die Sumpflandschaft ist wirklich schön.

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