LiepnitzseeDer Liepnitzsee bei Wandlitz ist ein Ausflugsziel, das sich bei den Berlinern einer hohen Belietheit erfreut.

Anfahrt

Am einfachsten erreicht man den Liepnitzsee mit dem ÖPNV. In Berlin fahren Sie mit der S-Bahn in Richtung Bernau und steigen in Karow aus. Ab hier setzt die ehrwürdige „Heidekrautbahn“ der Niederbarnimer Eisenbahn ein (NEB), die stündlich in Richtung Groß-Schönebeck vekehrt. Da Wandlitz noch im Berliner Tarifgebiet C liegt, reicht es, wenn man einen ABC Fahrschein der BVG kauft. Der kostet momentan 3 € und kann auch am Automaten im Zug gekauft werden. Über Schönwalde, Basdorf und Schönerlinde geht es zur Haltestelle Wandlitzsee (nicht Wandlitz).

Wanderung über die 3 Heiligen Pfuhle

Entgegen der Fahrtrichtung des Zuges befindet sich am Ende des Bahnsteiges eine Gelegenheit zum überqueren der Gleise. Gehen Sie links die Ruhlsdorfer Strasse hoch bis zur Kreuzung An der Bogenheide, in die Sie rechterhand einbiegen. Biegen Sie dann wieder rechts in den Weg „An den Pfuhlen“ ab, so haben Sie rechts immer die 3 im Sonnenlicht schimmernden Gewässer, von denen ich nicht weiß, warum sie als heilig gelten. Am Ende des befestigen Weges biegen Sie in den Waldweg ab. Von hier aus ist der Wanderweg zum Liepnitzsee ausgeschildert bzw. mit dem blauen Punk gekennzeichnet.

Einmal um den Liepnitzsee

LiepnitzseeAn der nächsten großen Wegkreuzung können Sie entscheiden, ob sie den See im Uhrzeigersinn umwandern möchten oder gegen die Uhr. Es empfiehlt sich, mit der Uhr zu gehen (also zuerst das Nordufer), da dort die größten Reliefunterschiede vorhanden sind. Hat man den Höhenweg erst einmal hinter sich gelassen, geht es gemütlich direkt am Ufer entlang um den See. Mittendrin gibt es immer wieder lauschige Badestellen, die zu einem schnellen Sprung ins erfrischende Wasser einladen. Vor allem im Sommer herrscht hier reger Ausflug- und Badebetrieb. Wenn die Lichtungen voll belegt sind, versuchen Sie es einfach ein paar Meter weiter. Der Uferweg verläuft im Schatten großer Buchen- und Kiefernbestände, die bis an das Ufer heranreichen. Der Wanderweg ist daher oft von großen Wurzeln durchsetzt, weshalb man immer ein Auge auf die Füße haben sollte. Radfahren ist hier nur mit einem Mountainbike oder Cross-fähigem Rad zu empfehlen. Da der Weg zudem sehr eng werden kann und viele Fußgänger überholt werden müssen, sind Radfahrer auf dem parallel verlaufenden Höhenweg besser aufgehoben. Wer den See nicht in Gänze umrunden will, hat kurz nach der Hälfte die Gelegenheit, mit einer Personenfähre quer über den See abzukürzen. In den Sommermonaten herrscht stündlicher Fährbetrieb. Bei Bedarf fährt die Fähre auch öfter. Um den Bedarf anzuzeigen, kann man sich auf den Fähranleger stellen und mit den Armen das „Hol über“ Zeichen machen. Eine Fahrt kostet 3 € und zwischendrin wird die Insel „Großer Werde“ in der Seemitte angelaufen. Direkt am Landepunkt gibt es mit der „Insulaner Klause“ eine kleine Gaststätte. Am Westende der Insel ist ein Badestrand vorhanden, an dem FKK erlaubt ist. Wer mit der Fähre abkürzt, kommt nicht über Ützdorf. In dieser kleinen Siedlung ist mit dem Jägerhof auch noch einmal eine Möglichkeit der gastronomischen Einkehr vorhanden.

Rückweg zum Bahnhof

Zum Bahnhof gelangen Sie entweder auf der gleichen Route über die 3 Heiligen Pfuhle zurück oder Sie umgehen die Gewässer im Süden und gehen gleich zum Bahnhof Wandlitz weiter. Sowohl in Wandlitz als auch Wandlitzsee gibt es mit einem Eiscafe, einem Biergarten und einem kleinen Imbiß die Möglichkeit, sich vor dem Rückweg etwas zu stärken. Vor allem das Eis am Cafe im Bahnhof Wandlitzsee ist sehr zu empfehlen.

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