Das Olympische Dorf von 1936 bei Elstal

Update März 2026: Der Charakter des Geländes durch die Umwandlung in ein Wohnquartier („Gartenstadt Olympisches Dorf“) stark verändert. Ein freies Umherwandern auf dem gesamten historischen Areal ist nicht mehr wie früher möglich.

Da Teile des Geländes inzwischen bewohnt sind (insbesondere das ehemalige Speisehaus der Nationen), ist der dazugehörige Innenhof öffentlich zugänglich. Sie können dort spazieren gehen, die sanierten Fassaden betrachten und die Informationstafeln zur Geschichte lesen. Der Bereich ist als moderne Wohnsiedlung gestaltet, inklusive Spielplätzen und Grünanlagen.

Der Verein Historia Elstal bietet weiterhin spezielle Führungen an, da das Gelände als Ganzes nicht mehr frei museal zugänglich ist. Meist konzentrieren sich die Führungen auf das Speisehaus der Nationen und die nähere Umgebung.

Termine: Häufig am zweiten Samstag im Monat (ca. 11:00 und 14:00 Uhr).

Anmeldung: Eine Vorab-Anmeldung per E-Mail (fuehrung@historia-elstal.de) ist zwingend erforderlich, da die Teilnehmerzahl meist auf 12 Personen begrenzt ist.

Die großen Geländeführungen über das gesamte Areal, wie sie vor 2019 stattfanden, gibt es in dieser Form nicht mehr, da viele Bereiche nun Privatgrundstücke oder Baustellen für weitere Abschnitte sind.

Besondere Termine 2026

Tag des offenen Denkmals (September 2026): Dies ist oft die beste Chance, auch Bereiche zu sehen, die sonst verschlossen sind (z.B. Teile der Schwimmhalle oder des Sportplatzes).

Tag der Schiene (17./18. September 2026): Der Verein Historia Elstal bietet in diesem Rahmen oft zusätzliche historische Führungen an, die auch das Umfeld des Bahnbetriebswerks/Stellwerks einbeziehen.

Update September 2023:

Der Verein Historia Elstal bietet ab sofort Führungen durch das Speisehaus der Nationen im Olympischen Dorf an. Diese finden an jedem 2. Samstag im Monat um 11.00 und um 14.00 Uhr statt. Interessenten müssen sich jedoch zwingend vorher unter fuehrungen@historia-elstal.de anmelden, da die jeweiligen Gruppen die Anzahl von 12 Personen nicht überschreiten dürfen. Unangemeldete Personen können nicht berücksichtigt werden.
Pro Person wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 5,00 € erhoben, mindestens jedoch 25,00 €.

Die Führungen auf dem Bahnhof werden mittwochs Vormittag und samstags angeboten. Da das private Betreten des Bahngeländes verboten ist, ist es zwingend erforderlich sich anzumelden.

Update September 2020: Planungen zufolge werden aktuell auf dem Grundstück des Olympischen Dorfs Wohnungen gebaut und ein Besuch ist nicht möglich!

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Elstal liegt ca. 10km westlich von Spandau noch im Tarifgebiet C. Hier wohnten ca. 4000 Athleten, die an den XI. Olympischen Spielen 1936 teilnahmen. Unter ihnen auch der legendäre Jesse Owens, der vier Goldmedaillen gewann und als erfolgreichster Teilnehmer die Rassenpolitik und Propaganda des dritten Reiches sehr zum Ärger Adolf Hitlers ad absurdum führte. Jesse Owens ist eine Ausstellung gewidmet und das Jesse Owens Haus kann auch ohne Führung betreten werden. In die übrigen Häuser wie z.B. die Schwimmhalle kommt man nur im Rahmen einer Führung (s. unten).

Aber auch ohne Führung lohnt sich der Besuch. Den Hof beim Speisehaus der Nationen kann man auch betreten.

Das Gelände wurde nach dem 2. Weltkrieg von den sowjetischen Streitkräften genutzt. Auf einem Rundgang durch das sehr schöne grüne Gelände begegnet man überall Spuren der Vergangenheit.

Das Olympische Dorf eignet sich auch gut als Ziel für eine Fahrradtour. Das Rad lässt sich auch gut im Regionalzug mitnehmen. Elstal liegt im Tarifgebiet C. Wer für A/B eine Umweltkarte hat, braucht lediglich eine Anschlusskarte für den Tarifbereich C kaufen.

speisehausdernationenEs können auch Fototouren vereinbart werden, bei denen man ca. 3 Stunden in den Gebäuden die Gelegenheit hat zu fotografieren. Hierbei kostet die Gruppenführung 50 Euro bei maximal 5 Teilnehmern. Fototouren müssen vorher vereinbart werden.

Hunde können an der Leine mitgeführt werden.
olympischesdorfZum Thema Olypische Spiele 1936 ist ein von den Kritikern sehr gelobtes Buch von Oliver Hilmes neu erschienen: „Berlin 1936: 16 Tage im August.“ Die Diktatur im Pausenmodus: Stadt und Spiele im Sommer 1936.

In diesem Buch geht es darum, wie die Spiele für die Öffentlichkeit inszeniert wurden. Die einzelnen Tage werden aus der Perspektive unterschiedlicher Leute beschrieben und es entsteht dabei auch ein athmosphärisches Bild von der Stadt Berlin in dieser Zeit.

Veröffentlicht von: E. Nowack