muegelturm 042Der Müggelturm steht im waldreichen Gelände der Müggelberge im Südosten des Bezirks Köpenick zwischen Müggelsee im Norden und der Dahme im Süden.

Der Aufstieg zum Müggelturm kann über eine Treppe oder gut ausgebaute Wanderwege erfolgen.

Der Müggelturm in jetziger Form wurde 1959-1961 auf dem kleineren der beiden Müggelberge errichtet, nachdem der Vorgängerbau aus Holz bei Bauarbeiten komplett abgebrannt war. Seit den 1880er Jahren befand sich hier eine Ausflugsgaststätte, die von den Berlinern regen Zuspruch erhielt. Der Gründer des Ausflugslokals errichtete dann auch den ersten Aussichtsturm für seine Gäste, von dem man auf den Müggelsee und das waldreiche südöstliche Berliner Umland schauen konnte.
Auch zu DDR Zeiten war hier in den Ferien und an den Wochenenden viel los. Sehr beliebt war das Panoramarestaurant, wo man nach mühsamen Aufstieg mit einem kühlen Getränk und gutem Essen belohnt wurde. Das gibt es jetzt leider nicht mehr.

Am einfachsten ist die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie fahren mit dem Bus X69 vom S-Bahnhof Köpenick in Richtung der Siedlung Müggelheim und steigen an der Haltestelle Rübezahl aus. Von dort sind es etwa 20 Minuten zu Fuß durch den Wald. Am Weg liegt auch das Lehrkabinett Teufelssee der Berliner Forsten, das Sie unbedingt besuchen sollten.
Wer es sich bequem machen möchte, fährt auf dem Müggelheimer Damm bis zur Abfahrt Strasse am Müggelturm. Die Wendeschleife befindet sich direkt auf dem „Gipfel“.

Nach der Wende verkam die Anlage leider und ist jetzt in einem mehr als ruinösen Zustand. Ein Kiosk mit Biergarten fiel im Frühjahr 2010 einer Brandstiftung zum Opfer. Der Pächter András Milak betreibt nun am Fuß des Müggelturms einen Imbißstand und hält den Turm für Besucher weiterhin offen. Nebenbei kann man zum Wiederaufbau des Turms spenden oder zu diesem Zweck T-Shirts erwerben. Aufgrund des provisorischen Charakters dieser gastronomischen Einrichtung sollte man essenstechnisch nicht zu viel erwarten. Ich habe mich mit einer Bratwurst und einem heißen Kaffee begnügt, was zwar nur noch ein Schatten ehemaliger Tage am Müggelturm für die aktuellen Umstände aber besser als gar nichts ist.

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