Zum Sommeranfang am 21.6.2012 verspricht die Berliner Fête de la Musique wieder zahlreiche musikalische Neuentdeckungen und ungewöhnlichen Hörgenuss. Im ganzen Stadtgebiet, an 79 Open Air- und 26 Indoor-Standorten, in den Straßen, auf Plätzen, in Parks, Konzertsälen, Clubs und Kirchen entfaltet sich die lebendige und bunte Musikszene der Metropole in all ihren Facetten. Bis auf Reinickendorf und Marzahn gibt es in allen Bezirken feste Programmstandorte.

„Anstoß“ ist um 16 Uhr, ab 22 Uhr wird nur noch indoor musiziert (Fête de la Nuit). Alle Musiker – Laien wie auch Profis – treten ohne Gage auf und der Eintritt ist frei!

Das Programm ist ab sofort online einzusehen unter

http://www.fetedelamusique.de.

Back to the roots
Erfreulich und ganz im Sinne, wie es die Fête de la Musique einst vorsah, ist die Tendenz zum „unplugged“. Das Nikolaiviertel musiziert zu seiner 775-Jahr-Feier an verschiedenen Orten und
Ecken des Viertels komplett akustisch (ohne Strom). Ebenso verzichten der Theaterkahn-Berlin im Historischen Hafen, Maries Bühne und das Venezia in Steglitz auf elektrische Verstärker.

Anpfiff und Fanchöre
Wer sich kein Spiel der laufenden Fußball-EM entgehen lassen möchte, kann dies durchaus mit der Fête de la Musique verbinden:
Einige Locations bieten Live-Übertragungen an, z.B. Emergenza/Lido, Frannz-Club und die Insel. Fangesänge sind ja auch eine Möglichkeit, die Fête de la Musique mit zu gestalten!

Jazzfreunde kommen im Badehaus, Wendel, bei der jazzwerkstatt, auf der Familienbühne Karlshorst, im Nikolaiviertel oder der Zentralen Landesbibliothek auf ihre Kosten. Weltmusik gibt es bei Kuchenkaiser, in der Passionskirche und im Familiengarten in der Kluckstrasse.

Klassik und Chöre sind immer stärker vertreten bei der Fête de la Musique: Allein neun Kirchen sind diesmal dabei. Die musikalisch hochbegabten Jugendlichen des Julius-Stern-Instituts der UdK bespielen den Festsaal im Roten Rathaus. Studierende der UdK musizieren in der Heilig-Kreuz-Kirche und Orgel-, Blas-, Chor- und Barockmusik gibt es in der Immanuel-, der Luisen- und der Osterkirche.

Französische Gäste
Im Jubiläumsjahr der 25 Jahre währenden Städtepartnerschaft Paris-Berlin geben sich Pariser und Berliner Künstler auf der Bühne vor dem Centre Francais ein Stelldichein, u.a. spielen dort
Sons dessus! Dessous! und Matou Noir. Im Kesselhaus gibt es ab 22:30 Uhr „yiddish dada klezmerpop“ mit der Gruppe Kabbalah und Weltmusik mit The Fat Bastard Gang Band.

Akustisches Musizieren
Dank der Ausnahmezulassung für das Akustische Musizieren kann am 21.6. in der Zeit von 16 bis 22 Uhr in ganz Berlin auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Grünanlagen „unplugged“ (ohne Strom) musiziert werden, sofern dies nicht schutzwürdige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kirchen, Schulen oder Gedenkstätten stört. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die GEMA-Lizenzierung
für diesen Tag übernimmt die organisierende Fête Company.
Ein schöner Treffpunkt für Kurzentschlossene ist hier der Lustgarten am Berliner Dom in Mitte.
Das Humboldt Carré bietet Klassik Crossover und Vocalpop, u.a. mit dem BerlinerStreichOrchester.

Fête de la Musique in Berlin
1982 ins Leben gerufen verbindet der Exportschlager aus Paris mittlerweile die Menschen in mehr als 340 Städten weltweit, darunter ca. 20 Städte und Gemeinden in Deutschland. Das Fest ist nicht kommerziell und erwirtschaftet keine Einnahmen. In Berlin organisiert es die Fete Company im Auftrag der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Für die nächsten drei Jahre ist das Fest durch zusätzliche Fördermittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie gesichert.

Veröffentlicht von:

0 Antworten

Schreiben Sie Ihre Meinung

 
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.