Der Natur-Park Schöneberger Südgelände

Der <strong“0″ data-index-in-node=“4″>Natur-Park Schöneberger Südgelände in Berlin ist ein faszinierender Ort, an dem eine ganz besondere Symbiose herrscht: Hier treffen <strong“0″ data-index-in-node=“154″>wilde Stadtnatur, historische Eisenbahn-Technik und moderne Kunst aufeinander.</strong“0″></strong“0″>

Das Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof lag nach seiner Stilllegung 1952 jahrzehntelang im Dornröschenschlaf. In dieser Zeit hat sich die Natur das Areal zurückgeholt.

Besucher erwartet eine atmosphärische Entdeckungsreise mit einigen Highlights:

Überall auf dem Gelände stößt man auf die Relikte der alten Dampflok-Ära, die heute unter Denkmalschutz stehen:

Die Dampflok: Mitten zwischen den Bäumen steht eine ausrangierte Güterzug-Dampflokomotive der Baureihe 50 aus den 1940er-Jahren.

Der Wasserturm: Der 50 Meter hohe, stählerne Wasserturm von 1927 ist das weithin sichtbare Wahrzeichen des Parks.

Alte Technik: Eine der ältesten Lok-Drehscheiben Deutschlands, historische Weichen, Lichtmasten und zugewachsene Gleisanlagen sind überall zu entdecken.

Die Lokhalle: Eine riesige, rund 4.000 Quadratmeter alte Halle, die derzeit allerdings noch saniert wird.

Weil das Gelände über 40 Jahre lang unberührt blieb, entstand ein urwüchsiger „Urwald“ (vor allem aus Robinien und Birken) sowie wertvolle Trockenrasenflächen.

Der erhöhte Stahlsteg: Ein rund 600 Meter langer Metallsteg führt mitten durch das Naturschutzgebiet. So können Besucher die Tier- und Pflanzenwelt hautnah erleben, ohne die empfindlichen Brutgebiete von Vögeln und seltenen Insekten am Boden zu stören.

Artenvielfalt: Der Park ist ein Rückzugsort für über 350 Pflanzenarten sowie zahlreiche Vogel-, Wildbienen- und Heuschreckenarten

Das Südgelände ist kein klassischer, akkurat gepflegter Park, sondern ein Raum für Kreativität:

Skulpturen der Künstlergruppe Odius: Über das Gelände verteilt finden sich stählerne Kunstwerke, die sich optisch perfekt in die Eisenbahn-Ästhetik einfügen – darunter begehbare Röhren, Brücken und geheime Plätze.

Giardino Segreto (Der geheime Garten): Ein künstlich angelegter, geometrischer Garten aus Stahlkanten, der einen spannenden Kontrast zur Natur drumherum bildet.

Legale Graffiti-Wand: An einer alten Stützmauer im Tälchenweg darf ganz offiziell Graffiti gesprüht werden, was dem Park ein urbanes Berliner Flair verleiht.

Die Brückenmeisterei: In diesem historischen Gebäude befindet sich ein gemütliches Park-Café, das zur Pause einlädt. Aktuell ist das Café nur am Wochenende und an Feiertagen geöffnet.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man den Natur-Park Schöneberger Südgelände am besten mit der S-Bahn (S2, S25, S26 Haltestelle Priesterweg)


Der Park kostet einen symbolischen Eintritt von 1 Euro (Kinder bis 14 Jahre kostenlos). Der Eintritt wird am Automaten am Eingang gezahlt (direkt am S-Bahnhof Priesterweg). Hunde und Fahrräder dürfen zum Schutz der Natur nicht mit hineingenommen werden.

Veröffentlicht von: E. Nowack