Afrikanisches Viertel: die Lüderitzstraße und der Nachtigalplatz werden umbenannt

Am 2. Dezember wurde die vor vier Jahren beschlossene Umbenennung zweier Straßennamen im Afrikanischen Viertel vollzogen. Die Lüderitzstraße heisst nun Cornelius Fredericks Straße und aus dem Nachtigalplatz wurde der Manga Bell Platz.

Zur Einweihung der neuen Straßenschilder war auch König Jean-Yves Eboumbou Douala Bell aus Kamerun angereist. Ebenfalls anwesend waren der Botschafter von Namibia, die Bürgermeisterin von Berlin Mitte Stefanie Remlinger und weitere Ehrengäste.

Gustav Nachtigal und Adolf Lüderitz spielten eine entscheidende Rolle beim deutschen Kolonialismus in Afrika. Beide hatten zum Teil massive rassistische Einstellungen.

Der neue Namen ehren das Königspaar Emily und Rudolf Douala Manga Bell, die in Duala gegen die Kolonialmächte Widerstand leisteten und Cornelius Fredericks, der im heutigen Namibia gegen die Kolonialherrschaft kämpfte.

Nicht zuletzt wegen des hohen Verwaltungsaufwandes gab es auch Widerstand gegen die Umbenennung.

Als dritte Straße sollte auch noch die Petersallee umbenannt werden. Hier erfolgte jedoch bereits in den 80er Jahren eine Umwidmung, so dass hier nicht mehr der Kolonialbeamte Carl Peters geehrt wirdt, sondern der antifaschistische Widerstandskämpfer und CDU-Politiker Hans Peters.

Die Enthüllung des Straßenschildes am Manga Bell Platz wurde auch musikalisch gefeiert:

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