Die Sammlung August des Starken

AugustExpertengespräch mit Prof. Dr. Dirk Syndram, Direktor Grünes Gewölbe und stellv. Generaldirektor Staatliche Kunstsammlungen, Dresden und Georg Laue, Kunsthistoriker & Kunsthändler

Als Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen 1697 zum König von Polen gewählt wurde, stieg einer der bedeutendsten Sammler des Barock in den Kreis europäischer Monarchen auf. In den 36 Jahren seiner Herrschaft wurde – wie es die Medici zuvor schon kultiviert hatten – das Sammeln von Kunst zum Ausweis der Majestät. Viele der heute noch bestehenden Museen in Dresden wurden von diesem, heute als August der Starke bekannten Kurfürst-König, begründet: die Gemäldegalerie, die Skulpturensammlung, die Porzellansammlung, das Kupferstichkabinett, der Mathematisch-Physikalische Salon. Als “Monument” seines Ruhmes als Sammler, wie auch als Herrscher, sah August der Starke aber das Schatzkammermuseum im Grünen Gewölbe seines Residenzschlosses an. Auf Grundlage der Schatzkunstsammlungen seiner Vorfahren schuf er eine ebenso prachtvolle wie einzigartige Sammlung des Spätbarock, die sich weitgehend erhalten hat. Ihr ließ er zwischen 1727 und 1729 nach seinen eigenen Vorstellungen ein innenarchitektonisches Gehäuse geben, dass nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wieder so rekonstruiert eröffnet werden konnte, wie es August dem Starken vor Augen stand. Zugänglich ist damit wieder eine der ältesten musealisierten Sammlungen Europas! Über Sammlungspräsentation, Sammlungsinhalt und Intention des Sammelns wird in dem Vortrag die Rede sein.

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